Zum Inhalt springen
Löschguide
Googles Prüfung

Google-Bewertung melden oder rechtlich beanstanden: zwei Wege

Stand 3 Min. Lesezeit4 Abschnitte

Kurz gesagt

Gegen eine Bewertung gibt es bei Google zwei getrennte Wege: die Meldung eines Verstoßes gegen Googles Richtlinien und die Beanstandung eines Inhalts, der gegen geltendes Recht verstößt. Beide Wege messen an einem anderen Maßstab und verlangen andere Angaben.

Auf dieser Seite · 5 Punkte
  1. 1 Welche zwei Wege gibt es bei Google gegen eine Bewertung?
  2. 2 Wann passt die Meldung eines Richtlinienverstoßes bei Google?
  3. 3 Wann passt eine rechtliche Beanstandung einer Google-Bewertung?
  4. 4 Worin unterscheiden sich Meldung und rechtliche Beanstandung bei Google?
  5. 5 Weitere Fragen

Welche zwei Wege gibt es bei Google gegen eine Bewertung?

Gegen eine Google-Bewertung stehen zwei Wege offen, die sich im Maßstab unterscheiden. Beim ersten Weg meldest du einen Verstoß gegen Googles Richtlinien für Nutzerbeiträge, etwa eine gefälschte Bewertung, Werbung oder eine Beleidigung. Beim zweiten Weg beanstandest du, dass ein Inhalt gegen geltendes Recht verstößt, zum Beispiel weil er eine unwahre Tatsachenbehauptung enthält oder Persönlichkeitsrechte verletzt.

Google bietet für rechtliche Beanstandungen einen eigenen Meldeweg an, der von der gewöhnlichen Meldung getrennt ist. Welcher Weg der richtige ist, hängt davon ab, was an der Bewertung nicht stimmt, und nicht davon, welcher sich schneller anfühlt.

Wann passt die Meldung eines Richtlinienverstoßes bei Google?

Die Meldung eines Richtlinienverstoßes passt bei Google immer dann, wenn eine Bewertung in eine der verbotenen Inhaltsarten fällt. Das ist der häufigste Fall: Bewertungen ohne echte Erfahrung, Beiträge von Mitbewerbern, Spam, themenfremde Texte oder persönliche Angriffe. Rechtlich muss dafür nichts bewiesen werden, es genügt, dass der Beitrag gegen Googles Hausregeln verstößt.

Der Vorteil dieses Wegs ist, dass Google auch Inhalte entfernen kann, die nicht rechtswidrig sind. Der Nachteil ist, dass Google allein nach den eigenen Regeln entscheidet und eine Ablehnung selten begründet. Welche Arten es gibt, zeigt der Überblick über Googles Richtlinien.

Wann passt eine rechtliche Beanstandung einer Google-Bewertung?

Eine rechtliche Beanstandung einer Google-Bewertung passt, wenn der Inhalt gegen deutsches oder europäisches Recht verstößt. Typisch sind unwahre Tatsachenbehauptungen, etwa die falsche Aussage, ein Betrieb habe Kunden betrogen, sowie Beleidigungen und Schmähkritik. Eine Meinung, auch eine sehr negative, ist dagegen rechtlich geschützt und über diesen Weg nicht angreifbar.

Hinweis: Bei einer rechtlichen Beanstandung fragt Google genauer nach: wer beanstandet, welcher Inhalt betroffen ist und warum er rechtswidrig sein soll. Den Rahmen dafür setzt in der EU unter anderem der Digital Services Act. Ob ein Inhalt tatsächlich rechtswidrig ist, beurteilt im Zweifel eine Rechtsberatung, die Löschguide nicht leistet.

Worin unterscheiden sich Meldung und rechtliche Beanstandung bei Google?

Meldung und rechtliche Beanstandung unterscheiden sich bei Google vor allem in Maßstab, Angaben und Reichweite:

  • Maßstab: Googles Hausregeln gegenüber geltendem Recht
  • Angaben: bei der rechtlichen Beanstandung mehr zur Person und zur Begründung
  • Reichweite: ein Rechtsverstoß kann auch außerhalb von Google verfolgt werden, ein reiner Richtlinienverstoß nicht

Beide Wege schließen sich nicht aus. Eine beleidigende Bewertung kann zugleich gegen die Richtlinien und gegen das Recht verstoßen. Wichtig ist, dass die Begründung zum gewählten Weg passt: Wer eine Richtlinie meint, aber rechtlich argumentiert, oder umgekehrt, macht es der Prüfung schwerer als nötig. Wie sich Meinung und Tatsache trennen lassen, erklärt Meinung oder Tatsache.

Weitere Fragen: Google-Bewertung melden oder rechtlich beanstanden

Wird mein Name bei einer rechtlichen Beanstandung an den Verfasser weitergegeben?

Google weist darauf hin, dass Angaben aus rechtlichen Beanstandungen unter Umständen an Dritte weitergegeben oder in anonymisierter Form veröffentlicht werden können. Welche Angaben das betrifft, steht in Googles eigenen Hinweisen zum jeweiligen Meldeweg.

Ist eine rechtliche Beanstandung bei Google schon ein Gerichtsverfahren?

Nein. Die Beanstandung richtet sich an Google als Plattform und bleibt außergerichtlich. Ein Gerichtsverfahren ist ein eigener Schritt, der unabhängig davon möglich ist.

Dieser Artikel erklärt allgemein, wie Google-Bewertungen eingeordnet werden. Er ist keine Rechtsberatung und keine Anleitung. Ob eine Bewertung entfernt wird, entscheidet allein Google.

Anleitung + 3 Assistenten99inkl. MwSt., einmalig

Freischalten