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Google-Bewertung vom Mitarbeiter: aktueller oder ehemaliger Beschäftigter — was den Fall unterscheidet

Stand 7 Min. Lesezeit7 AbschnitteMit KI-Unterstützung erstellt, redaktionell geprüft

Kurz gesagt

Beim aktuellen Mitarbeiter führt der kürzere Weg meist über das Gespräch im Betrieb, weil du den Verfasser noch erreichst. Beim ehemaligen Mitarbeiter fällt dieser Weg weg: Dann zählen die öffentliche Antwort und der Eintrag selbst.

Auf dieser Seite · 8 Punkte
  1. 1 Google-Bewertung vom aktuellen und vom ehemaligen Mitarbeiter: die Unterschiede
  2. 2 Wann es beim aktuellen Mitarbeiter zuerst um das Gespräch im Betrieb geht
  3. 3 Wann beim ehemaligen Mitarbeiter nur noch der Eintrag selbst zählt
  4. 4 Wer Arbeitgeber-Bewertungen liest und was ein Eintrag beim Lesen auslöst
  5. 5 Mehrere ähnliche Einträge nach einer Trennung: woran Unechtes auffällt
  6. 6 Anrufe, die das Entfernen negativer Google-Einträge anbieten
  7. 7 Empfehlung: aktueller Mitarbeiter, ehemaliger Mitarbeiter — wann was passt
  8. 8 Weitere Fragen

Google-Bewertung vom aktuellen und vom ehemaligen Mitarbeiter: die Unterschiede

Beide Fälle sehen im Profil gleich aus: ein Stern und ein paar Zeilen. Auseinander gehen sie bei der Frage, was du im Betrieb noch bewegen kannst und wer den Eintrag liest.

Google-Bewertung vom aktuellen und vom ehemaligen Mitarbeiter: die Unterschiede
KriteriumAktueller MitarbeiterEhemaliger Mitarbeiter
Zugang zum VerfasserDu kennst ihn und siehst ihn im Betrieb. Ein Gespräch ist ohne Umweg möglich.Der Kontakt ist beendet. Ein klärendes Gespräch findet in der Regel nicht mehr statt.
Typischer AnlassÄrger um Dienstplan, Schichten oder eine Absage, der im Alltag weiterläuft.Trennung im Unfrieden. Der Eintrag erscheint oft kurz nach dem letzten Arbeitstag.
Wer mitliestDas Team erkennt meist, wer gemeint ist. Die Stimmung im Haus hängt daran.Vor allem Bewerbende und Kunden, die das Profil vor einem Kontakt ansehen.
Was du am Anlass ändern kannstArbeitsbedingungen ansprechen wirkt direkt auf den Grund des Ärgers.Am Grund lässt sich nachträglich wenig drehen. Es geht um den Eintrag.
Gefahr weiterer EinträgeBleibt der Konflikt offen, wird weiterer Unmut im Profil sichtbar.Manchmal tauchen mehrere ähnliche Einträge in kurzer Zeit auf.

Ein aktueller Mitarbeiter sitzt morgen wieder in der Werkstatt oder am Tresen. Ein ehemaliger ist weg, sein Eintrag bleibt. Wer die beiden Fälle trennt, spart sich falsche Reaktionen. Ein Gespräch, das es nicht mehr gibt, ersetzt keine Antwort unter dem Eintrag.

Oft weißt du gar nicht sicher, wer geschrieben hat. Namen lassen sich frei setzen, viele Einträge stehen unter einem Kürzel. Wer hinter einem anonymen Eintrag steckt, bleibt deshalb häufig eine Vermutung.

Wann es beim aktuellen Mitarbeiter zuerst um das Gespräch im Betrieb geht

Solange der Verfasser bei dir angestellt ist, liegt der kürzeste Weg im Haus. Du kannst ihn ansprechen, und du kannst den Anlass verändern. Beides geht bei niemandem sonst.

Typische Lagen sehen so aus: Nach einer Diskussion über den Dienstplan steht plötzlich ein Stern im Profil. Oder jemand bekommt die erhoffte Zulage nicht und schreibt am selben Abend. Oder mehrere im Team ärgern sich über dieselbe Sache, und einer macht sie öffentlich.

In diesen Fällen sagt der Eintrag etwas über ein Thema, das im Betrieb ohnehin ansteht. Ein ruhiges Gespräch unter vier Augen bringt dich meist weiter als eine Reaktion im Profil. Vor versammelter Mannschaft wird es dagegen schnell größer, als es war.

Du kannst einen Eintrag trotzdem bei Google beanstanden, auch wenn der Verfasser noch bei dir arbeitet. Das eine schließt das andere nicht aus.

Wann beim ehemaligen Mitarbeiter nur noch der Eintrag selbst zählt

Ist das Arbeitsverhältnis beendet, bleibt dir der Eintrag — der Verfasser ist für dich nicht mehr erreichbar. Eine Klärung im Haus ist keine Option mehr. Übrig bleiben die öffentliche Antwort und die Frage, ob du den Eintrag bei Google beanstandest.

Das trifft zum Beispiel Betriebe, bei denen wenige Tage nach dem letzten Arbeitstag ein Stern auftaucht. Oder bei denen die Trennung im Streit lief und der Text Interna schildert, die kein Kunde je gesehen hat. Oder bei denen jemand nach Jahren noch einmal nachtritt.

Für dich zählt dann vor allem, was ein Fremder beim Lesen mitnimmt. Eine kurze, sachliche Antwort richtet sich nicht an den Verfasser, sondern an alle, die danach kommen. Wie das klingen kann, zeigt die Seite über das Antworten auf Google-Bewertungen.

Wer Arbeitgeber-Bewertungen liest und was ein Eintrag beim Lesen auslöst

Knapp die Hälfte der Internetnutzenden in Deutschland hat sich schon einmal online über Arbeitgeber informiert. 2018 war es noch rund ein Drittel. Wer sich informiert hat, gibt häufig an, dass es die Entscheidung über einen Jobwechsel beeinflusst hat — in beide Richtungen.

Für einen Betrieb heißt das: Ein Eintrag aus dem eigenen Haus wird nicht nur von Kunden gelesen. Er landet auch bei Leuten, die überlegen, sich bei dir zu bewerben. Gerade dort wirkt ein Satz über das Betriebsklima länger nach als eine Beschwerde über eine Rechnung.

Hinweis: Ob ein Eintrag stehen bleibt oder verschwindet, entscheidet allein Google. Niemand von außen kann dir ein Ergebnis zusagen — auch nicht bei Einträgen aus dem eigenen Haus.

Mehrere ähnliche Einträge nach einer Trennung: woran Unechtes auffällt

Tauchen kurz hintereinander mehrere Einträge mit ähnlichem Ton auf, lohnt ein genauer Blick auf den Text. Unechte Bewertungen fallen an wiederkehrenden Formulierungen auf, an auffällig glatter Sprache ohne persönliche Details und an sehr allgemeinen Sätzen ohne konkrete Erfahrung. Auch Profile, die nur eine einzige Tonlage kennen, sind ein Signal.

  • Viele Einträge in sehr kurzer Zeit, ohne dass im Betrieb etwas Besonderes passiert ist
  • Textbausteine, die sich in mehreren Einträgen fast wörtlich wiederholen
  • Glatte Sprache ohne Details, die nur jemand mit echter Erfahrung kennen würde
  • Verfasserprofile, die ausschließlich Verrisse oder ausschließlich Lob enthalten

Umgekehrt gilt: Viele sinnvolle Details sprechen für Echtheit, und erst die Summe mehrerer Einträge ergibt ein brauchbares Bild. Ein einzelner Text sagt wenig. Notiere dir Datum und Wortlaut, bevor sich etwas ändert.

Anrufe, die das Entfernen negativer Google-Einträge anbieten

Unerwartete Anrufe, in denen sich jemand als Google-Mitarbeiter ausgibt und das Entfernen negativer Einträge anbietet, sind eine unseriöse Masche. Vor ihnen wird seit Langem gewarnt. Betriebe mit frischen schlechten Einträgen bekommen solche Anrufe besonders oft.

Das Muster ist immer ähnlich. Im Gespräch wird Druck aufgebaut, danach kommen ein angeblicher Leistungsnachweis und eine Rechnung. Ein mitgeschnittenes Ja aus dem Telefonat wird später als Zustimmung ausgelegt. Am sichersten beendest du ein solches Gespräch zügig.

Google ruft Betriebe nicht an, um gegen Bezahlung Bewertungen wegzunehmen. Wer dir das am Telefon verspricht, verspricht etwas, über das er nicht entscheidet.

Empfehlung: aktueller Mitarbeiter, ehemaliger Mitarbeiter — wann was passt

Aktueller Mitarbeiter: Nimm dir zuerst das Gespräch im Haus vor, wenn der Verfasser noch bei dir angestellt ist und der Anlass im Arbeitsalltag liegt. Das gilt besonders, wenn mehrere im Team dasselbe Thema umtreibt und du den Grund tatsächlich ändern kannst.

Ehemaliger Mitarbeiter: Richte den Blick auf den Eintrag selbst, wenn das Arbeitsverhältnis beendet ist und ein klärendes Gespräch nicht mehr stattfindet. Sinnvoll ist das auch dann, wenn der Text Interna nennt, mit denen Kunden nichts anfangen können.

Willst du einen Eintrag beanstanden, gibt es drei Wege: selbst mit einer Anleitung, über einen Dienstleister oder über eine Kanzlei. Sie unterscheiden sich im eigenen Aufwand, in der Zeit und darin, wie viel Kontrolle bei dir bleibt. Die Unterschiede stehen auf der Seite Anleitung, Dienstleister oder Kanzlei.

Löschguide ist der Weg, bei dem du es selbst machst: eine Anleitung samt drei Assistenten, 99 € netto einmalig, kein Abo. Ein Durchlauf für bis zu zehn Bewertungen kostet dich etwa drei Minuten eigene Arbeit. Wenn du den Eintrag selbst angehen willst, siehst du hier, was dazugehört.

Weitere Fragen: Google-Bewertung vom Mitarbeiter

Darf ein früherer Mitarbeiter den Betrieb öffentlich bewerten?

Schreiben kann grundsätzlich jeder, der ein Google-Konto hat. Ob ein Eintrag stehen bleibt, entscheidet allein Google. Dir bleibt die öffentliche Antwort und die Möglichkeit, den Eintrag zu beanstanden.

Kann ich herausfinden, wer eine Bewertung geschrieben hat?

Sicher meist nicht. Namen lassen sich frei setzen, viele Einträge stehen unter einem Kürzel oder einem Fantasienamen. Eine Vermutung ist kein Nachweis — behandle den Eintrag deshalb so, wie ihn ein fremder Leser sieht.

Was tun, wenn kurz nach einer Trennung mehrere ähnliche Einträge auftauchen?

Sichere dir Datum und Wortlaut, bevor sich etwas ändert. Achte auf wiederkehrende Formulierungen, sehr allgemeine Texte und Profile mit nur einer Tonlage. Entschieden wird über jeden einzelnen Eintrag bei Google.

Lohnt es sich, öffentlich auf so eine Bewertung zu antworten?

Meistens ja, wenn du sachlich und kurz bleibst. Die Antwort richtet sich an Kunden und Bewerbende, die später mitlesen, nicht an den Verfasser. Bei scharfer Kritik hilft es, einen Tag zu warten und dann zu formulieren.

Sind Anrufe echt, in denen jemand das Entfernen von Einträgen anbietet?

Nein, das ist eine bekannte unseriöse Masche. Typisch sind Druck im Gespräch, ein angeblicher Leistungsnachweis und eine Rechnung danach. Solche Gespräche beendest du am besten zügig.

Was kostet Löschguide?

99 € netto einmalig, kein Abo. Enthalten sind die Anleitung und drei Assistenten, der Kauf gilt für beliebig viele Bewertungen, auch später wieder. Eine Erfolgsgarantie gibt es nicht — ob ein Eintrag entfernt wird, entscheidet Google.

Dieser Artikel erklärt allgemein, wie Google-Bewertungen eingeordnet werden. Er ist keine Rechtsberatung und keine Anleitung. Ob eine Bewertung entfernt wird, entscheidet allein Google.

Anrufen: +49 89 541 935 56Freischalten