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- 1 Was siehst du bei einer anonymen Google-Bewertung überhaupt?
- 2 Kann jemand bei Google unter einem Fantasienamen bewerten?
- 3 Warum die Suche nach dem Verfasser einer anonymen Bewertung selten weiterführt
- 4 Woran du eine auffällige Bewertung erkennst, ohne den Verfasser zu kennen
- 5 Bringt eine öffentliche Antwort auf eine anonyme Bewertung etwas?
- 6 Vorsicht bei Anrufen, die das Entfernen anonymer Bewertungen versprechen
- 7 Welche Wege hast du bei einer anonymen Bewertung?
- 8 Weitere Fragen
Was siehst du bei einer anonymen Google-Bewertung überhaupt?
Sichtbar sind bei einer Google-Bewertung drei Dinge: ein Profilname, die Sterne und der Text. Manchmal kommt ein Profilbild dazu.
Einen bürgerlichen Namen, eine Anschrift oder eine E-Mail-Adresse zeigt Google dir nicht. Eine Bestellnummer, ein Termin oder ein Tischplan steht dort ebenfalls nirgends. Du siehst also keinen einzigen Anknüpfungspunkt zu deinem Kalender oder deiner Kasse.
Manche Konten haben weitere öffentliche Bewertungen, andere nur diese eine. Das ist alles, was dir zur Person zur Verfügung steht. Wer mehr erwartet, sucht vergeblich.
Kann jemand bei Google unter einem Fantasienamen bewerten?
Ein Profilname bei Google muss nicht der bürgerliche Name sein. „M. K.“, ein Vorname allein oder ein Fantasiename genügen.
Für dich heißt das: Der Name über einer Bewertung sagt nichts darüber, ob die Person je bei dir war. Er sagt auch nichts darüber, ob der Eintrag echt ist.
Echte und gefälschte Bewertungen lassen sich von außen kaum unterscheiden. Auch die Portale selbst betreiben beim Kampf gegen Manipulationen nicht denselben Aufwand. Ihre Prüfverfahren reichen von manuell über automatisiert bis nutzergestützt und sind unterschiedlich stark ausgebaut.
Warum die Suche nach dem Verfasser einer anonymen Bewertung selten weiterführt
Die Suche nach der Person hinter einer anonymen Bewertung kostet Zeit und endet meist ohne belastbares Ergebnis. Schreibstil, Uhrzeit und Profilbild ergeben höchstens eine Vermutung.
Diese Vermutung kann dich in die Irre führen. Wer einen falschen Verdacht ausspricht, beschädigt eine Kundenbeziehung, die bis dahin völlig in Ordnung war. Im Team wird über solche Verdachtsmomente außerdem gern weitergeredet.
Hinweis: Wer hinter dem Profilnamen steckt, lässt sich von außen nicht klären. Und ob ein Eintrag verschwindet, entscheidet allein Google.
Woran du eine auffällige Bewertung erkennst, ohne den Verfasser zu kennen
Auffällig wird eine Bewertung am Text, nicht am Namen darüber. Diese Merkmale sind aus Untersuchungen zu gekauftem Lob bekannt:
- Gekauftes Lob bleibt sehr allgemein. Es nennt kein konkretes Gericht, kein konkretes Modell, keine konkrete Leistung – sondern spricht nur von „Ware“ oder „Produkt“.
- Manche Rezensionen stützen sich erkennbar auf Fotos statt auf einen Besuch.
- Statt auf den Sternenschnitt zu starren: negative Texte lesen. Schildern mehrere Leute dasselbe, steckt dahinter meist eine echte Schwachstelle.
- In einzelnen Branchen häufen sich gefälschte Rezensionen, etwa bei Nahrungsergänzungsmitteln.
Solche Merkmale sagen dir etwas über den Eintrag, nicht über die Person. Mehr dazu steht im Ratgeber zu Fake-Bewertungen bei Google.
Bringt eine öffentliche Antwort auf eine anonyme Bewertung etwas?
Eine öffentliche Antwort erreicht nicht den anonymen Verfasser, sondern alle, die den Eintrag später lesen. Genau darin liegt ihr Wert.
Bleib sachlich und kurz. Schildere, wie der Ablauf bei dir normalerweise aussieht, und biete ein Gespräch an. Eine ruhige Antwort wirkt auf Mitleser oft stärker als der Eintrag selbst.
Verzichte in der Antwort auf Vermutungen, wer geschrieben haben könnte. Ein Verdacht vor Publikum schadet deinem Betrieb mehr als der anonyme Text. Wie du den Ton triffst, steht unter öffentlich auf Google-Bewertungen antworten.
Vorsicht bei Anrufen, die das Entfernen anonymer Bewertungen versprechen
Ruft jemand an und gibt sich als Google-Mitarbeiter aus, der schlechte Bewertungen entfernen lässt, sei misstrauisch. Vor solchen Anrufen wird seit Langem gewarnt – es ist eine unseriöse Masche.
Der Anruf kommt oft kurz nach einem neuen negativen Eintrag. Das wirkt hellseherisch, ist es aber nicht: Bewertungen sind öffentlich und für jeden sichtbar.
Gib am Telefon keine Zugangsdaten heraus. Bestätige nichts mündlich und lass dir jedes Angebot schriftlich schicken.
Welche Wege hast du bei einer anonymen Bewertung?
Bei einer anonymen Bewertung stehen dir drei Wege offen: Du machst es selbst, du beauftragst einen Dienstleister oder du beauftragst eine Kanzlei. Sie unterscheiden sich vor allem in deinem eigenen Aufwand, in der Zeit und darin, wie viel Kontrolle du behältst.
Selbst zu handeln heißt: Du bestimmst, was eingereicht wird und wann. Gibst du es ab, sparst du Arbeit und gibst einen Teil der Kontrolle aus der Hand. Was ein Dienstleister oder eine Kanzlei verlangt, erfährst du dort. Die Unterschiede im Überblick stehen unter selbst, per Anwalt oder per Dienstleister.
Löschguide ist der erste Weg: eine Anleitung samt drei Assistenten – Begründungs-Assistent, Nachweis-Assistent und Widerspruchs-Assistent. Sie liefern fertig formulierte Texte zum Einreichen. Ein Durchlauf für bis zu zehn Bewertungen kostet dich etwa drei Minuten eigene Arbeit. Du brauchst ein Google-Konto, Vorkenntnisse nicht.
Der Kauf kostet 99 € netto einmalig, kein Abo. Er gilt für beliebig viele Bewertungen, auch später wieder. Eine Garantie gibt es nicht – ob eine Bewertung entfernt wird, entscheidet allein Google. Wenn du den Weg selbst gehen willst, siehst du auf der Startseite, was dazugehört.
Weitere Fragen: Google-Bewertung anonym
Kann ich sehen, wer eine Google-Bewertung geschrieben hat?
Nein. Sichtbar sind der Profilname, die Sterne, der Text und manchmal ein Bild. Einen bürgerlichen Namen oder Kontaktdaten zeigt Google dir nicht.
Gibt Google mir Auskunft über den Verfasser, wenn ich nachfrage?
Die Angaben zu einem Konto liegen bei Google, nicht bei dir. Ob und was Google herausgibt, entscheidet Google. Plane deine Reaktion deshalb so, dass sie auch ohne den Namen funktioniert.
Kann ich am Zeitpunkt, am Schreibstil oder am Profil erkennen, wer dahintersteckt?
Daraus entsteht eine Vermutung, mehr nicht. Ein Profilname kann ein Fantasiename sein, und ein Schreibstil lässt sich leicht verstellen. Ein falscher Verdacht kostet dich schnell einen Stammkunden.
Schadet eine einzelne anonyme Bewertung meinem Schnitt dauerhaft?
Der Sternenschnitt bewegt sich mit jeder neuen Bewertung. Hast du viele Einträge, fällt ein einzelner weniger ins Gewicht. Sterne-Durchschnitte fließen allerdings stark in Kaufentscheidungen ein, deshalb spüren Betriebe mit wenigen Bewertungen einen schlechten Eintrag deutlich.
Wer entscheidet am Ende, ob eine anonyme Bewertung verschwindet?
Das entscheidet allein Google. Weder ein Dienstleister noch eine Kanzlei noch du selbst können das Ergebnis zusagen. Löschguide ist eine Anleitung samt drei Assistenten und keine Rechtsberatung.
Dieser Artikel erklärt allgemein, wie Google-Bewertungen eingeordnet werden. Er ist keine Rechtsberatung und keine Anleitung. Ob eine Bewertung entfernt wird, entscheidet allein Google.
Quellen
- Fälschungen bei Bewertungen – Untersuchung des Marktwächters (PDF)
- Prüfverfahren der Bewertungsportale (Verbraucherzentrale)
- Fake-Bewertungen: Wie Verkäufer mit gekauftem Lob Kunden manipulieren (Stiftung Warentest)
- Fake-Rezensionen in Onlineshops – Nahrungsergänzungen sind betroffen (Verbraucherzentrale)
- Kein Verlass auf Online-Bewertungen (vzbv)
- Wie Suchmaschinenergebnisse von Werbung beeinflusst werden (Verbraucherzentrale)
- Negativ-Bewertungen löschen lassen – Warnung vor Anrufen (IHK Reutlingen)