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- 1 Agentur übernimmt die Bewertungen oder der Betrieb macht es selbst: die Unterschiede im Alltag
- 2 Wann du als Agentur die Bewertungen deiner Kunden selbst übernimmst
- 3 Wann der Betrieb seine Google-Bewertungen selbst führt und du nur berätst
- 4 Was du mit dem Kunden klärst, bevor du sein Google-Unternehmensprofil betreust
- 5 Woran du bei Kundenprofilen unechte Bewertungen erkennst
- 6 Empfehlung: Bewertungsbetreuung übernehmen oder den Betrieb selbst machen lassen
- 7 Weitere Fragen
Agentur übernimmt die Bewertungen oder der Betrieb macht es selbst: die Unterschiede im Alltag
Zwei Modelle stehen zur Auswahl, wenn eine Agentur das Google-Unternehmensprofil eines Kunden betreut: Sie arbeitet selbst am Profil, oder der Betrieb führt es weiter und holt sich nur Rat. Die Tabelle stellt beide Modelle für die tägliche Arbeit gegenüber.
| Kriterium | Agentur übernimmt | Betrieb macht es selbst, du berätst |
|---|---|---|
| Zugang zum Profil | Der Betrieb richtet dir einen eigenen Zugang ein, du arbeitest darin mit. | Der Zugang bleibt allein beim Betrieb, er setzt deine Hinweise selbst um. |
| Antworten auf Bewertungen | Du formulierst im Namen des Betriebs, nach abgestimmter Linie und mit Freigabe. | Inhaber oder Team schreiben selbst, du gibst Rückmeldung zum Entwurf. |
| Aufwand bei dir | Laufend: Einträge im Blick behalten, Antworten verfassen, Rückfragen klären. | Punktuell: Einweisung am Anfang, danach Fragen zwischendurch. |
| Wissen im Betrieb | Bleibt bei dir, der Kunde ist auf deine Mitarbeit angewiesen. | Wächst beim Kunden, er kommt auch ohne dich weiter. |
| Ende der Zusammenarbeit | Übergabe nötig: Zugänge zurück, offene Vorgänge dokumentiert. | Nichts zu übergeben, Profil und Verlauf liegen ohnehin beim Betrieb. |
| Passt zu | Mehreren Standorten, vielen neuen Einträgen, Betrieben ohne eigene Zeit dafür. | Kleinen Betrieben mit einem Inhaber, der selbst antworten will. |
Beide Modelle lassen sich mischen. Häufig pflegt die Agentur die Profildaten, während der Inhaber die Antworten auf Bewertungen selbst schreibt. Wichtig ist nur, dass jede Aufgabe einen Namen trägt.
Wann du als Agentur die Bewertungen deiner Kunden selbst übernimmst
Übernimm die Bewertungen selbst, wenn beim Kunden niemand die Zeit dafür hat. Typisch ist der Betrieb mit mehreren Standorten, bei dem jede Woche neue Einträge dazukommen. Typisch ist auch der Handwerksbetrieb, dessen Inhaber abends um zehn keine Antwort mehr schreiben will.
Für dieses Modell brauchst du drei Dinge: einen eigenen Zugang zum Profil, einen festen Ansprechpartner im Betrieb und eine abgestimmte Linie für den Ton. Ohne Ansprechpartner bleibst du bei jedem heiklen Fall stecken. Wie du Antworten im Namen eines Kunden sinnvoll aufteilst, steht in Antworten von einer Agentur schreiben lassen.
Hinweis: Löschguide ist eine Anleitung mit drei Assistenten, mit der du unberechtigte Google-Bewertungen selbst zur Löschung bringst — für deinen eigenen Betrieb oder für die Profile deiner Kunden. Der Kauf kostet 99 € netto einmalig, kein Abo, und gilt für beliebig viele Bewertungen, auch später wieder. Ein Durchlauf für bis zu zehn Bewertungen kostet dich rund drei Minuten eigene Arbeit. Das ist dein Aufwand, nicht Googles Bearbeitungszeit. Ob ein Eintrag verschwindet, entscheidet allein Google.
Wann der Betrieb seine Google-Bewertungen selbst führt und du nur berätst
Lass den Betrieb selbst arbeiten, wenn der Inhaber seine Kunden persönlich kennt. In einer Praxis, einem Restaurant oder einem kleinen Laden trägt eine Antwort aus erster Hand weiter als eine aus dem Büro einer Agentur. Der Leser merkt, ob jemand den Vorgang selbst erlebt hat.
Dieses Modell passt außerdem in drei Lagen: Der Kunde will den Zugang zu seinem Profil nicht aus der Hand geben. Das Budget reicht für Beratung, nicht für laufende Betreuung. Oder die Zusammenarbeit ist von vornherein auf wenige Monate angelegt.
Deine Rolle ist dann die des Beraters. Du ordnest ein, was ein Eintrag für den Betrieb bedeutet, und sagst, was ihn erfahrungsgemäß weiterbringt. Die Arbeit am Profil bleibt beim Kunden — und damit auch das Wissen, wenn ihr später getrennte Wege einschlagt.
Was du mit dem Kunden klärst, bevor du sein Google-Unternehmensprofil betreust
Vier Fragen gehören vor den ersten Arbeitstag geklärt, wenn du ein Google-Unternehmensprofil für einen Kunden betreust. Sie entscheiden später darüber, ob es Streit gibt.
- Was genau ist beauftragt? Profildaten pflegen, Einträge im Blick behalten, Antworten verfassen oder gegen unberechtigte Bewertungen vorgehen — das sind vier verschiedene Aufgaben.
- Wer gibt frei? Legt fest, welche Antworten ohne Rückfrage hinausgehen und welche der Inhaber vorher liest.
- Wem gehört das Profil? Inhaber bleibt sinnvollerweise der Betrieb. Du arbeitest mit einem eigenen Zugang, den er jederzeit zurücknehmen kann.
- Was passiert am Ende? Haltet schriftlich fest, wie Zugänge und laufende Vorgänge zurückgehen.
Halte die Aufgabenstellung schriftlich fest, auch bei langjährigen Kunden. Ein Satz im Angebot reicht oft schon. Betreust du mehrere Filialen eines Kunden, lohnt sich zusätzlich eine Notiz dazu, welcher Standort zu wem gehört — mehr dazu unter Bewertungen bei mehreren Standorten.
Woran du bei Kundenprofilen unechte Bewertungen erkennst
Unechte Bewertungen fallen dir beim Betreuen mehrerer Profile oft schneller auf als dem Inhaber selbst. Du siehst Muster über viele Einträge hinweg, er sieht nur sein eigenes Profil. Diese Merkmale machen stutzig:
- viele lobende Einträge in sehr kurzer Zeit, ohne dass im Betrieb etwas Besonderes passiert ist
- wiederkehrende Formulierungen und Textbausteine in mehreren Bewertungen
- glatte Sprache ohne persönliche Details und ohne einen einzigen Kritikpunkt
- übertriebenes Lob, das klingt wie aus einer Anzeige
- ein Verfasserprofil, das durchgehend Höchstnoten vergibt oder in wenigen Tagen auffällig viele Einträge hinterlässt
- derselbe Wortlaut bei anderen Anbietern, wenn man eine ungewöhnliche Formulierung in einer Suchmaschine gegenprüft
Ein Verdacht allein sagt noch nichts über einen einzelnen Eintrag. Er sagt dir aber, wo du genauer hinsehen solltest — auch bei Wettbewerbern deiner Kunden. Woran sich unechte Einträge sonst noch zeigen, steht unter Fake-Bewertungen erkennen und einordnen.
Eines solltest du deinen Kunden nie anbieten: Bewertungen zu kaufen. Das ist eine unseriöse Masche, und sie ist nicht zulässig. Sie schadet dem Betrieb am Ende mehr, als sie ihm an Sternen bringt.
Empfehlung: Bewertungsbetreuung übernehmen oder den Betrieb selbst machen lassen
Als Agentur übernimmst du die Bewertungen, wenn der Kunde mehrere Standorte hat, laufend neue Einträge bekommt und dir einen eigenen Zugang samt Freigaberegel gibt. Als Berater bleibst du außen vor, wenn der Inhaber seine Kunden persönlich kennt, in eigenem Ton antworten will und das Profil in seiner Hand behalten möchte.
Für unberechtigte Einträge gilt in beiden Modellen dasselbe: Jemand muss sie bearbeiten. Ob das deine Agentur tut oder der Betrieb selbst, ist eine Frage von Zeit, Zugang und Absprache — nicht von Können. Eine Übersicht der Wege gibt Anleitung, Dienstleister oder Kanzlei.
Wenn du unberechtigte Bewertungen für deine Kunden selbst angehen willst, bekommst du den Löschguide einmalig für 99 € netto und kannst ihn für beliebig viele Profile nutzen.
Weitere Fragen: Agentur betreut Google-Profil
Darf eine Agentur das Google-Unternehmensprofil eines Kunden mitbetreuen?
Das ist gängige Praxis. Der Betrieb richtet der Agentur einen eigenen Zugang zu seinem Profil ein und bleibt dabei selbst Inhaber. So kann er den Zugang jederzeit zurücknehmen, ohne dass das Profil daran hängt.
Wem sollte das Google-Profil gehören, wenn eine Agentur es pflegt?
Dem Betrieb. Das Profil gehört zu seinem Namen, seiner Adresse und seinen Bewertungen, nicht zum Dienstleister. Die Agentur arbeitet mit einem zusätzlichen Zugang mit. Endet die Zusammenarbeit, bleibt alles stehen, wo es hingehört.
Soll die Agentur im Namen des Kunden auf Bewertungen antworten?
Beides ist möglich. Bei vielen Einträgen und mehreren Standorten ist die Agentur schneller, bei persönlichen Fällen trägt die Antwort des Inhabers weiter. Eine klare Freigaberegel löst die Frage im Alltag am einfachsten.
Kann ich den Löschguide für mehrere Kundenprofile nutzen?
Ja. Der Kauf kostet 99 € netto einmalig, kein Abo, und gilt für beliebig viele Bewertungen — für den eigenen Betrieb oder für andere, etwa Kunden, Freunde und Familie. Du brauchst dafür ein Google-Konto, Vorkenntnisse nicht.
Was passiert mit den Bewertungen, wenn die Zusammenarbeit endet?
Die Bewertungen bleiben am Profil des Betriebs, denn sie gehören zu ihm. Zurückgehen müssen nur die Zugänge und der Stand der offenen Vorgänge. Haltet das vorher schriftlich fest, dann ist die Übergabe schnell erledigt.
Kann eine Agentur ihren Kunden zusagen, dass eine Bewertung verschwindet?
Nein. Ob ein Eintrag entfernt wird, entscheidet allein Google. Seriös ist die Zusage, einen Fall sauber aufzubereiten und einzureichen — nicht die Zusage eines Ergebnisses.
Dieser Artikel erklärt allgemein, wie Google-Bewertungen eingeordnet werden. Er ist keine Rechtsberatung und keine Anleitung. Ob eine Bewertung entfernt wird, entscheidet allein Google.
Quellen
- Kann man Online-Bewertungen trauen? So erkennen Sie Fake-Reviews
- Fake-Bewertungen: So erkennen Sie unseriöse Kunden-Rezensionen
- Der (richtige) Umgang mit Bewertungsportalen – IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern
- Beratung und Dienstleister – IHK Schwaben
- Beauftragung von Beratungsunternehmen – IHK Rhein-Neckar
- Unlautere und in der Schwarzen Liste aufgeführte Geschäftspraktiken – Your Europe
- Können Verbraucher Online-Bewertungen vertrauen? – vzbv